Newsletter vom 08. Oktober 2021

Liebe Freundinnen und Freunde von „Back on Track“,

vom Sommer mit vielen schönen Veranstaltungen und wirklichen Begegnungen geht es in den immer sehr arbeitsreichen Herbst. Noch ist die Finanzierung für dieses Jahr nicht komplett, doch schon sind wir wieder mitten in der Antragssaison für das nächste Jahr. 

Aber: es verändert sich einiges, denn für das nächste Jahr haben wir uns so aufgestellt, dass wir in Berlin in die direkte Kooperation mit Schulen gehen. Das ist nicht nur für die Kinder noch besser, sondern auch für den Zugang zu öffentlichen Geldern. Wir sind gespannt, wie das klappt. Wieder ein Stück Neuland für unsere „lernende Organisation“.

Und auch sonst gibt es wieder viel Neues:

Endlich wieder analoge Lerntreffen in der „Kiezspinne“ und der „Ulme 35“

Vorsichtig tasten wir uns wieder an den Präsenzunterricht heran. Da wir nicht mehr mit ungezählten Kindern in den Nachbarschaftszentren auflaufen können, haben wir mit Hilfe unseres IT-fitten Mentors Ahmed ein Buchungssystem eingerichtet, in dem die Mentor*innen für sich und „ihre“ Kinder Plätze buchen können. So ist gewährleistet, dass nicht mehr Menschen zusammenkommen, als coronabedingt vor Ort sein dürfen.

Der Probelauf hat gut geklappt und im Oktober kommen wir Schritt für Schritt zurück in unsere regelmäßigen Wochenendroutinen. Hier ein paar Fotos vom ersten Treffen in der Ulme 35.

Eine neue Generation von Bundesfreiwilligen steht uns zur Seite

August und September waren auch die Monate, in denen wir uns von liebgewordenen „Kolleg*innen auf Zeit“ verabschieden mussten. Unsere Bundesfreiwilligen Lizi, Enrico, Majd und Luzie sind zu neuen Gefilden aufgebrochen. Vielen lieben Dank euch und alles Gute auf euren Wegen! An ihrer Stelle unterstützen uns im kommenden Jahr Israa (die letztes Jahr noch zu unseren Schülerinnen gehörte), Sary und Anton. Zusätzlich stellt uns Suldano als Studienpraktikantin ihre Arbeitskraft für ein paar Monate zur Verfügung.

Das darf, nachdem wir alle geimpft sind, auch endlich wieder mit einem Begrüßungskaffee wie auf dem Bild unten einhergehen.

Schöne Erfahrungen unserer BAB-Teilnehmer*innen im Praktikum

Schon zu Beginn der Praktikumsphase in unserer ESF-geförderten Weiterbildung für migrierte Pädagog*innen zeichnete sich ab, dass es diesmal ein umfassender Erfolg sein würde: Es war alles ruhig: keine Nachfragen von den Schulen, keine von den Praktikant*innen. Alles lief bestens. Bei unseren Praktikumsbesuchen hörten wir viel Lob von den Schulen und Freude bei den Teilnehmer*innen, endlich wieder in ihrem beruflichen Umfeld arbeiten zu können.

Am letzten Praktikumstag kamen nicht weniger als sechs Teilnehmer*innen direkt mit einem Arbeitsangebot nach Hause. Wenn das kein Erfolg ist! Jetzt muss sich der Senat nur noch des Kopftuchverbots an den Schulen annehmen: Unsere Lehrerinnen stehen in den Startlöchern. Dass sie an den Schulen dringend gebraucht werden, muss man nicht erklären.

Für den nächsten Durchgang kann man sich übrigens immer noch bewerben. Wenn ihr Menschen in Berlin kennt, die mit Herz und Seele Lehrer*innen und Erzieher*innen waren und gerne wieder in ihrem Bereich arbeiten wollen: Der nächste Kurs beginnt am 01.11.2021. Hier geht es zur Ausschreibung. https://backontrackev.org/projekte/bab/

Und hier ein Bild von unserer Teilnehmerin Dema, das sie selbst ganz beseelt in den sozialen Medien geteilt hat, mit folgendem Kommentar: „Ich bin Lehrerin und Pädagogin. Das war ich immer. Es liegt in meinen Genen. Lehrerin zu sein ist ein integraler Bestandteil meiner Identität.“ Wie überaus motivierend für unser BAB-Team!

Wir brauchen Mentor*innen! Wo seid ihr? Ihr werdet gebraucht!

Der Zulauf zu unseren Projekten für Kinder und Jugendliche ist ungebremst. Wir haben immer eine Warteliste und durch die Kooperation mit den Schulen wird diese wahrscheinlich eher noch länger.

Wenn ihr euch immer schon mal für junge Menschen und gerechte Bildungschancen engagieren wolltet, dann kommt jetzt zu uns! Egal ob ihr arabische oder deutsche Muttersprachler*innen seid; egal ob ihr fit in Mathe, Deutsch, Englisch, Physik oder Chemie seid; egal, ob ihr lieber mit GrundschülerInnen oder mit Jugendlichen arbeitet:
Wir brauchen euch!

Wir planen unser Angebot jetzt übrigens auch auf Kinder ausweiten, deren Muttersprache Dari oder Farsi ist. Wenn ihr in diese Communities gute Kontakte habt: Gebt diese Info gern an potenzielle Mentor*innen weiter!

Vom Oktober gibt es auch schon wieder spannende Dinge zu berichten. Aber davon in unserem nächsten Newsletter.

Bis dahin: Bleibt uns mit Spenden, guten Wünschen, wertvollen Hinweisen, euren Netzwerken und empathischen Herzen gewogen!

 

 

Einen goldenen Oktober wünscht mit dem gesamten Team

Ihre und Eure

Petra Becker