Newsletter vom 10. Juli 2021

Liebe Freundinnen und Freunde von Back on Track,

diesmal kommt der Newsletter wieder mit einem fröhlichen Grundton. Wir sind zwar nicht über Geldtöpfe gestolpert, aber wir haben im Juni trotzdem viele Erfolgserlebnisse gehabt. Was uns diesen Monat optimistisch gestimmt hat, könnt Ihr hier nachlesen:

Unsere Youth-AbsolventInnen haben sich selbst übertroffen

Schon in den letzten Monaten haben wir immer wieder gute Nachrichten erhalten: Präsentationen und mündliche Prüfungen sind gut gelaufen und die Jugendlichen haben uns das voller Stolz mitgeteilt.
Aber diesen Monat gab es Zeugnisse – und siehe da, es regnete gute Noten: 2 mal 1,4! Zwei mal 2,1! 1,6! 1,7! 1,9! Kais, Sima, Hajar, Raghad, Suha, Fatima und Rania haben alle mit super Noten abgeschlossen und uns voller Stolz Fotos von ihren Zeugnissen geschickt! Auch alle anderen haben teils mit sehr guten Noten bestanden und können nun ihren Weg weitergehen – entweder in die Ausbildung, an ein Oberstufenzentrum oder in die gymnasiale Oberstufe. Wir freuen uns so sehr mit euch!
Für den neuen Durchgang anmelden kann man sich hier.

Spannende Themen – und endlich ein Präsenztag im BAB-Projekt

Viel Freude gemacht hat diesen Monat auch der Unterricht mit den TeilnehmerInnen im BAB-Projekt. In der ESF-geförderten Weiterbildung für arabischsprachige PädagogInnen war nach einem Seminar zu „Gewaltfreier Kommunikation” ein schweres Thema an der Reihe. Das Seminar „Umgang mit traumatisierten Kindern“ ist sprachlich wie emotional anspruchsvoll. Ein erfreulicher Nebenaspekt: Da das Seminar auch Körperübungen beinhaltete, haben wir innerhalb des ganzen Online-Unterrichts einen Präsenztag eingelegt. So konnten die TeilnehmerInnen sich endlich auch persönlich begegnen. Hier ein Eindruck von unserem Präsenztag – selbstverständlich alle geimpft, genesen oder getestet – für den wir den Theatersaal in der Kiezspinne angemietet hatten.
Vielen herzlichen Dank für die tolle Seminarleitung, Patric Tavanti!

Wir lassen kein Kind zurück!

„Wenn es euch nicht gäbe, müsste man euch erfinden!“ Diesen Satz hören wir häufiger – von Eltern wie auch von Lehrkräften und Beratungsstellen. Diesen Monat hatten wir wieder so einen Fall: Eigentlich haben wir Projektferien. Aber eine Woche vorher ruft eine Berliner Beratungsstelle an. Bei ihnen sitzt eine syrische Familie. Die Kinder sind 8 und 12 und seit zwei Jahren in Deutschland. Sie kommen aus dem syrischen Idlib. Dort konnten sie aufgrund des Krieges noch nie zur Schule gehen.

Beide haben nach den Sommerferien 2019 in einer Willkommensklasse begonnen. Ein halbes Jahr später kam Corona. Die Familie saß noch ohne Internet im Heim. Die Schule schickte Arbeitsblätter, bei denen niemand unterstützen konnte. Dieses Jahr wurde das 12-jährige Mädchen in die 7. Klasse eingestuft – ohne jegliche Kenntnisse in Mathe und Englisch. Klar sagen wir da nicht: Schickt sie uns nach der Sommerpause. Wir haben uns besprochen und Mariam hat es geschafft, kurzfristig eine Mentorin zu finden, die bereit ist, in den Sommerferien dreimal in der Woche in unseren Räumen mit ihnen Stoff nachzuarbeiten und die Lücken zu schließen. Vielen herzlichen Dank dafür!
Auch wenn wir diesen Monat keine ausreichende Finanzierung haben – Kinder zurückzulassen ist keine Option. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte: Spenden kann man hier.

Unser Jahresbericht 2020 ist fertig!

Geschrieben hatten wir ihn schon im März, jetzt haben wir es auch geschafft, ihn zu bebildern und zu layouten. Das machen bei uns übrigens unsere Bundesfreiwilligen. Aber die hatten in den letzten Monaten alle Hände voll mit den Coronatipps zu tun, bevor es an den Jahresbericht 2020 gehen konnte. Hier könnt Ihr ihn nun herunterladen. Ältere Jahresberichte findet Ihr im Fuß unserer Webseite unter dem Punkt „Transparenz“.

So, im nächsten Newsletter werden wir euch schon vom Sommerferienprogramm berichten können. Dieses Jahr geht es nicht nur in den Kletterpark und auf den Ponyhof, sondern ins FEZ, zu LesArt und an viele Orte mehr.

 
Bevor ich mich in den Urlaub verabschiede, wünsche ich Ihnen und euch im Namen des ganzen Teams schöne Ferien und hoffentlich weiterhin gute Gesundheit,
 

Ihre und Eure

Petra Becker